Lindenfels. Offizielles Ende des Franken-Kredits: Mit der Ablösung der letzten Tranche in Höhe von 3,9 Millionen Schweizer Franken (3,1 Millionen Euro) macht die Stadt noch einmal einen Verlust von rund 120 000 Euro. Der jetzt in Euro umgewandelte Kredit läuft bei der Landesbank Baden-Württemberg weiter, zu einem Zinssatz von 0,34 Prozent. Am gestrigen Mittwoch gab Erster Stadtrat Otto Schneider die Zahlen bekannt: Zum Zeitpunkt der Ablösung lag der Euro-Umtauschkurs bei 1,24 Franken. Abgeschlossen wurde der Kredit, als der Umtauschkurs bei 1,288 Franken lag. Der Verlust aus dem Franken-Kredit beläuft sich für die Stadt nun insgesamt auf rund 262 000 Euro.
Kredite teils unter „Schirm“
Die Stadt sah sich bei der Ablösung unter Zugzwang: Zum 23. Januar war die Landesbank Baden-Württemberg aus dem Kreditgeschäft mit Schweizer Franken ausgestiegen. Damit bestand die Wahl, den Kassenkredit in Euro umzuwandeln oder als Alternative eine Kreditoption der Hessischen Landesbank in Schweizer Franken anzunehmen – zu einem Zinssatz von 0,99 Prozent, mit Laufzeit von mindestens einem Jahr. Hinzu kam, dass laut Vereinbarung mit dem Land nur Kassenkredite in Euro unter den Schirm kommen.
Lindenfels hat aktuell bei der Landesbank Baden-Württemberg Kassenkredite in Höhe von 6,7 Millionen Euro laufen, zu einem einheitlichen und – so Schneider – relativ günstigen Zinssatz von 0,34 Prozent. Mit welchem Anteil diese Kassenkredite unter den Rettungsschirm des Landes Hessen kommen, bleibt jetzt abzuwarten. Rund vier Millionen Euro dürften es nach Einschätzung des Ersten Stadtrats wohl sein. han
© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 24.01.2013
via Stadt macht 120 000 Euro Verlust – Lindenfels – Bergsträßer Anzeiger – Region – morgenweb.

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