Lindenfels. Die Bemerkung des Ersten Stadtrats Otto Schneider in der Lindenfelser Stadtverordnetenversammlung, dass auch er nur „ein Provisorium“ sei, ist symptomatisch und bezeichnend für die aktuelle Situation der Stadt. Seit nahezu einem halben Jahr leitet der Sozialdemokrat in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Oliver Hoeppner die Verwaltungsgeschäfte.
Und das in einer äußerst schwierigen Zeit. Lindenfels hat in einer ohnehin kritischen finanziellen Situation durch die Aufnahme eines Franken-Kredits zusätzliche Probleme bekommen, mangels entsprechender Fachkräfte im Rathaus musste der Haushaltsplan durch ein externes Büro erstellt werden, und die Hilfe über den kommunalen Schutzschirm wird die Handlungsspielräume der Verwaltung weiter einengen.
Kommunalpolitisch ist die Arbeit als Verwaltungschef auch nicht einfach. Die beiden großen Fraktionen LWG/CDU (13 Sitze) und SPD (12 Sitze) stehen sich nahezu gleichwertig gegenüber. Den Ausschlag gibt die fünfköpfige Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Wenig Auswirkung hat die eine Stimme des FDP-Stadtverordneten Dieter Adolph. [mehr…]

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