Lindenfels.
Es ist ein dickes Sparpaket, das die fraktionsübergreifende Konsolidierungsgruppe für die Stadt Lindenfels geschnürt hat. Die wichtigsten Posten: Erhöhung der Grundsteuer B, Erhöhung der Wasserpreise, Erhöhung der Kindergartengebühren.
Ab dem kommenden Jahr wird der Gürtel in der Kurstadt enger geschnallt. Voraussichtlich Mitte Dezember soll es ein Signal der Kommunalaufsicht geben, zu welchen Bedingungen Lindenfels unter den Rettungsschirm des Landes Hessen kommt. In den vergangenen Wochen wurden in der Konsolidierungsgruppe Sparmöglichkeiten diskutiert, im Rahmen der Bürgerversammlung am 3. Dezember soll das Konzept jetzt vorgestellt werden.
Gegenwärtig hat die Stadt einen Haushaltsfehlbedarf von 1,9 Millionen Euro, bis 2017 soll der Haushaltsausgleich bewerkstelligt werden. Unter dem Schutzschirm müsste die Stadt zunächst im Jahresetat 500 000 Euro einsparen. „Bis auf 35 000 Euro hat die Konsolidierungsgruppe für diesen Betrag Einsparungen und höhere Einnahmemöglichkeiten über Beiträge und Steuern herausgearbeitet“, so Erster Stadtrat Otto Schneider, der den langfristig erkrankten Bürgermeister Oliver Hoeppner seit Monaten vertritt.
Schwimmbad soll bleiben
Dass die Haushaltskonsolidierung nicht ohne schmerzhafte Einschnitte funktioniert, muss den Lindenfelsern klar sein.
Immerhin: das Schwimmbad soll im Rahmen der Konsolidierung verschont bleiben – trotz jährlicher Kosten von rund 100 000 Euro plus dem künftig zu finanzierenden Posten des zweiten Bademeisters. Um Geld in die leeren Kassen zu spülen, soll nun die Grundsteuer B angehoben werden. Über 50 Prozent mehr – so wird gemunkelt – dürften bei der Abgabe für bebaute oder bebaubare Grundstücke fällig werden. [mehr…]

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