Annähernd 400 Menschen kamen am Montagnachmittag in Lindenfels zusammen, um sich für das Fortbestehen des Luisenkrankenhauses einzusetzen. „Luise, wir brauchen Dich“, stand auf einem der Plakate, das Teilnehmer an der ersten Montagsdemonstration zum Erhalt des Luisenkrankenhauses in Lindenfels mitgebracht hatten. Fast 400 Menschen hatten sich gestern Nachmittag vor der Klinik eingefunden. Unter ihnen waren neben Krankenhauspersonal und den beiden Bewerbern um das Amt des Bürgermeisters in der Burgstadt, Alexandra Kleiné LWG/CDU und Michael Helbig unabhängig/SPD, auch viele Lindenfelser Bürger. Dem Aufruf zur Teilnahme an der Kundgebung durch die in der vergangenen Woche gegründete „Initiative für die Zukunft des Luisenkrankenhauses“ hatte sich kurzfristig auch die Gewerkschaft Verdi angeschlossen. Wie Wolf-Werner Huep, ehemaliger Ärztlicher Leiter des Luisenkrankenhauses, den Anwesenden mitteilte, habe das für das Hospital nunmehr zuständige Management der Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken CTS versprochen, dass innerhalb der nächsten 14 Tage Entscheidungen getroffen werden.
Nach einjähriger Trägerschaft durch das Agaplesion Elisabethenstift in Darmstadt war das Luisenkrankenhaus zum 1. Januar dieses Jahres vom Katholischen Klinikverbund Südhessen KKSH übernommen worden. Dennoch muss die Lindenfelser Klinik weiter um den Fortbestand bangen, weil es noch immer keine tragfähige Zukunftslösung für sie gibt. Zumal der Katholische Klinikverbund Südhessen, der wiederum seit Anfang August unter der Regie der CTS steht, finanziell angeschlagen ist.
Die von der „Initiative für die Zukunft des Luisenkrankenhauses“ ins Leben gerufenen Montagsdemonstrationen in Lindenfels sollen zu einer ständigen Angelegenheit werden. Für den kommenden Montag 14. erhoffen sich die Initiatoren sogar die doppelte Teilnehmerzahl.
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