Bürger sollten zahlreich ihre Vorschläge einbringen, mit den Lokalpolitikern diskutieren und neue Ideen aufwerfen. Zum „Mitmachen statt meckern“ rief der Lindenfelser Stadtverband der Grünen am Dienstagabend ins Gasthaus „Zur Ludwigshöhe“ auf. Doch allein es kam fast niemand. Ganze zwei Bürger wollten mitreden – und waren damit gegenüber den Mitgliedern des Stadtverbandes deutlich in der Unterzahl. „Wir haben große Anstrengungen unternommen, um über Presse und Facebook neue Leute anzusprechen, die sich engagieren wollen“, sagte der Vorsitzende des Stadtverbandes, Jürgen Herzing, etwas enttäuscht. Die Versuche missglückten sichtbar.
„Wenig Infrastruktur“
Diskutiert wurde trotzdem – auch weil die beiden anwesenden Bürger tatsächlich mitmachten anstatt zu meckern. Ein Thema: die weiterhin unklare Zukunft des sanierungsbedürftigen Schwimmbads. „Wir haben ohnehin relativ wenig Infrastruktur“, merkte einer der beiden Gäste, Rüdiger Meinecke, an. „Das, was schon da ist, muss auch erhalten werden“, sprach sich Stadtverordneter Jürgen Erhardt für eine Sanierung des 50 Jahre alten Freibades aus. Es sei die Frage, so Erhardt, ob die Stadt durch eine Schließung überhaupt Geld sparen würde. Zudem verliere Lindenfels durch eine Schließung des Bades weiter an Attraktivität.
Meinecke regte an, Neubürger in Lindenfels mit einer Art Starterpaket zu empfangen, wie es sie auch in anderen Kommunen gibt. Beispielsweise eine Kiste mit Flyern und Prospekten über Vereine, Kontaktdaten für Notrufe, Informationen über bestehende Geschäfte und Handwerker vor Ort und Gutscheinen zum Einkauf in Lindenfelser Läden. „Wenn man hier ein Haus kauft, hat man den einen oder anderen Bedarf“, sagte Meinecke. Mit einem Starterpaket könnten sich Zugezogene besser orientieren und zugleich lokale Händler unterstützen. Letzteres sei ohnehin ein wichtiger Punkt, merkte er an.
Quelle: Starterpaket und schmutzige Ruhebänke – Lindenfels – Bergsträßer Anzeiger – Region – morgenweb

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